Koval Dry Gin

Heute führt unsere Suche nach guten Gin zum ersten Mal über den großen Teich in die Vereinigten Staaten, genauer gesagt nach Chicago zur Koval Distillery. Das relativ junge Unternehmen gibt es erst seit 2008 und wurde von Robert und Sonat Birnecker gegründet. Seit über 100 Jahren ist dies die erste Brennerei in Chicago. Die Spirituosen werden hier in kleinen Charge aus 100%igem Bio-Getreide destilliert. Woher der Name „Koval“ stamm, wird auf der Webseite der Brennrei folgend beschrieben: 

Der Name Koval ist Jiddisch für “Schmied”, aber es kann auch “schwarzes Schaf” oder jemand, der etwas vorantreibt oder Außerordentliches tut, bedeuten. Sonats Urgroßvater erhielt den Spitznamen Koval, als er im Alter von 17 Jahren seine Familie überraschte und in den frühen 1900er Jahren von Wien nach Chicago auswanderte. Zufälligerweise ist der Name von Roberts Großvater (an dessen Seite Robert die Kunst der Destillation lernte) Schmid. Sonat und Robert wählten den Namen Koval, um beide Männer zu ehren. Es ist auch als Reflektion ihrer eigenen, außergewöhnlichen Entscheidung gedacht, gesicherte Arbeitsplätze in DC aufzugeben um nach Chicago zu ziehen und dort ein Familienunternehmen von Grund auf aufzubauen.

Wir wollen uns heute den Koval Dry Gin etwas genauer ansehen. Dazu vorerst nochmal ein großes „Thanks“ an die Koval Distillery die uns den Koval Dry Gin zur Verkostung zur Verfügung gestellt hat. 

Optisch überzeugt der Koval Dry Gin von A bis Z. Die 500 ml Glasflasche wirkt sehr hochwertig und bringt jede Menge „Klasse“ mit sich. Das Etikett und dessen Haptik hebt sich deutlich von anderen Ginflaschen ab und hat uns auf Anhieb überzeugt. Exakt 47 % Alkohol bringt der „Handmade in Chicago“ Gin auf die Flasche.

Beim Blick in die Flasche bleiben viele Geheimnisse im Raum stehen. Über seine Botanicals verrät der Hersteller nämlich nicht viel. Neben Wacholder und Zitrusfrüchten, finden auch weißer Pfeffer und florale (waldige) Botanicals den Weg in die Flasche.

Beim Öffnen der Flasche begegnen wir bei diesem Destillat eine sehr schwache Wacholdernote. Eher etwas Florales und Süßes zieht durch unsere Nase. Ein sehr eigener Geschmack für einen Gin der uns sehr neugierig auf das Tasting macht.

Im Mund bestätigt sich unser Nosing. Der Wacholder spielt eine untergeordnete Rolle. Pur schmeckt der Gin blumig, etwas nach Fenchel vielleicht und ganz leichte Zitrusnoten lassen sich erkennen. Auf Eis werden die Aromen geschärft und eine gewisse Süße liegt auf unserem Gaumen. Ein sehr interessantes Destillat mit hochwertigem Eindruck. Im Abgang schmeckt der Gin angenehm und die verschiedenen Nuancen bleiben noch etwas im Mund. 

Natürlich darf nun unser Gin Tonic Test nicht fehlen. Wir haben uns ein J.GASCO Dry Bitter Tonic Water zur Verstärkung ins Boot geholt. Mit dem Tonic Water erhalten wir einen frischen und geschmacklich vielfältigen Gin Tonic den wir empfehlen können. Auch klassische Tonic Waters von Thomas Henry, Aqua Monaco und Fever-Tree eignen sich hierbei perfekt. 

Unser erster „Ami“ beim „Guten Zeug“ hat uns neben seinem tollen Packaging auch inhaltlich ziemlich überzeugt. Ein Gin der sicher nicht vergleichbar ist mit typischen Gims und eine tolle Geschmackvielfalt mit sich bringt. Der Koval Dry Gin aus Chicago überzeugt durch florale Noten und verzichtet auf starken Wacholder. Herzlich Willkommen beim „Guten Zeug“. 


Die Fakten:

Name: Koval Dry Gin
Land: USA (Chicago)
Alkohol: 47 %
Bottle: 0,5 Liter Glasflasche
Botanicals: Wacholder, Zitrusfrüchte, Weißer Pfeffer und weitere 
Tonics: J.GASCO Dry Bitter Tonic Water, klassiche Indian Tonics 

Mehr zum Ginhttp://www.koval-distillery.com/newsite/de/

*Koval hat uns den Gin zur Verfügung gestellt.